Das autistische Auge erkennt im Bild die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungsregel, die sich auf mx. 2 Personen beschränkt(e), der nötige Abstand zu anderen ist auch vorhanden. Dem Hund sind nur die Regeln des Halters wichtig, sofern Halter Glück hat, da Hund pubertär.

(Ähnliches Verhalten im Verlauf der Ausgangsbeschränkungen bei manchen_Menschen_auch zu beobachten (gewesen), die sich nicht an die Beschränkungen halten woll(t)en.

Der Vergleich ist nicht frech oder unverschämt, lediglich ehrlich und direkt, außerdem ist schwarzer Humor in aktuellen Zeiten nützlich.

- Autistin

Erwachsene Autisten bekommen bekannterweise trotz nachgewiesenem Bedarf keine Merkzeichen, zumindest tut sich Unterfranken hier äußerst schwer.

Damit ist man vom Einkauf, auch von Nahrungsmitteln, ziemlich ausgeschlossen, wenn man Begleitung braucht. Zutritt wird verweigert, nur eine Person darf den Laden betreten - Einkauf fällt mal wieder aus, die Nerven liegen blank.

Oder man muss, trotz dass man es unter normalen Umständen aufgrund Befindlichkeiten, wie Schmerzen, schon vermeidet einen zusätzlichen Einkaufswagen umherbugsieren, was mit Maske nochmal mehr fast unmöglich wird.

Dazu die unsäglichen Hinweise, dass im Falle einer Triage behinderte Menschen hinten runter fallen.

Corona zeigt das ganze Ausmaß der gesellschaftlichen Schieflage, wenn es um die Unterstützung von Behinderten geht.

Fehlendes Bewusstsein, fehlende behördliche Unterstützung und eine Tendenz zur Euthanasie in Krisenzeiten. Ich denke, dass nicht wenige Autisten so empfinden.

Darum ist die Arbeit, beispielsweise des AKUs, eine essentielle Notwendigkeit und sollte trotz Corona-Krise, oder gerade deswegen, zwingend notwendig und sollte von allen Seiten umfassende Unterstützung erhalten.

Ein Dankeschön an alle, die auch in den aktuell turbulenten Zeiten ihr Engagement nicht hinten an stellen. 

- Autistin

Was macht den Menschen so einzigartig? Die Kreativität, sie entspringt aus unserer rechten Hemisphäre des Gehirns, auch als rechte Gehirnhälfte bekannt. Hier entsteht die Musikalität, Intuition, Gesichtserkennung, sowie künstlerische und zeichnerische Fähigkeit. Das Gehirn ist eines der komplexesten Systeme, bei dem die Forschung bis heute noch nicht alle Kenntnisse erlangt hat. Die verzweigten neuronalen Netzwerke, Zuordnung diverser Kortexe, die für beispielsweise die Einteilung für visuelle und auditive Wahrnehmung zuständig sind, aber auch für Motorik, logisches Denken und räumliche Wahrnehmung, machen es teilweise so schwierig zu verstehen. Es ist das System, in dem ich die Kommunikation einzelner Neurotransmitter, auch Botenstoffe genannt, deuten, verstehen und nachvollziehen kann. Ist unser Serotoninspiegel im Gehirn niedrig, dann sind wir traurig oder sogar müde. Hätten wir kein Acetylcholin, dann wären wir höchstwahrscheinlich dement, denn es hilft uns bei Muskelbewegungen, dem Lernen und unterstützt das Gedächtnis. Diese Form der Kommunikation finde ich faszinierend. Dahingegen ist die Kommunikation mit anderen Menschen, vor allem was nonverbalen Signale angeht, ein tägliches Hindernis. Meine Kollegin kam eines Tages zu mir und sagte: „Vor lauter Maske erkenne ich die Gesichtszüge der Patienten viel schlechter, da weiß ich gar nicht, wie es dem Patienten geht.“, daraufhin erwiderte ich: „Tja, für mich ist das Alltag, nicht zu wissen, was mir die gegenüberstehende Person mittels ihrer Mimik und Gestik sagen oder ausdrücken möchte.“ Als wäre die Welt wirklich etwas autistischer durch die Coronapandemie geworden. 

- Autistin